»Tödliches Erbe – Ein Australien-Reisekrimi«
E-Book mobi und EPUB € 2,99
ISBN: 9783754956847
ASIN : B09X618DZX
Taschenbuch: 276Seiten, € 11,99
ISBN: 9783754962633
Kurzbeschreibung
Jörg Brandmüller, millionenschwerer Inhaber der Firma BraMüTec, fällt tot vom Stuhl. Vergiftet, wie sich bald herausstellt. Die Witwe und Erbin des Vermögens und ein in Australien untergetauchter betrügerischer Prokurist, geraten in den Focus der deutschen und der australischen Polizei. Im Wohnmobil unterwegs in Australien sind auch Helga und Jürgen Brombacher, die nicht nur den Gesuchten immer wieder in die Quere kommen, denn längst sind auch andere Mitwisser hinter den Millionen her.
Wie es sich für eine Reisebuchautorin gehört, ist "Tödliches Erbe" natürlich wieder ein Reisekrimi. Helga und Jürgen Brombacher, die Ihr schon aus dem Highway ins Verderben kennt, reisen dieses Mal nach Down Under.
Hier ist der
Buchtrailer
zum Reisekrimi
Gehen Sie auf eine turbulente Reise durch
Down Under
"Tödliches Erbe -
Ein Australien-Reisekrimi"
Krimilesung mit
Hildegard Grünthaler
Über YouTube können Sie in meine Autorenlesung hineinhören.
Viel Spaß beim Zuhören und Zuschauen!
Leseproben
Prolog
»Kann ich Ihnen noch etwas bringen?« Die Bedienung sah ihm tief in die Augen, beugte sich über den Tisch, um das Kaffeegeschirr abzutragen, und gewährte ihm dabei einen großzügigen Einblick in ihr offenherziges Dekolleté. Ihr Lächeln war vielversprechend, genau wie das, was ihr knapper kurzer Rock mehr ent- als verhüllte.
Er lehnte dankend ab und sie verstand, dass damit nicht nur Kuchen oder Getränke gemeint waren. Normalerweise wäre er auf den Flirtversuch sofort angesprungen, aber er konnte jetzt keine Komplikationen gebrauchen.
Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach, hatte seine Mutter immer gesagt. Der Spatz, den er bereits in der Hand hielt, war zwar ein recht dicker Spatz, aber mit dem Vögelchen wollte er sich nicht begnügen. Er hatte vor, geduldig darauf zu warten, dass die Taube vom Dach geflogen kam; war es doch eine ausnehmend fette Taube, die er auszunehmen und zu rupfen beabsichtigte.
Hätte er nicht heute Morgen eine beunruhigende SMS erhalten, könnte er wesentlich gelassener warten. Stattdessen war es jetzt erforderlich, äußerste Vorsicht walten zu lassen.
Er begnügte sich damit, die Nachmittagssonne auf der Hotelterrasse zu genießen, ließ noch einmal den Blick über den Hafen und das Opernhaus schweifen. Sydney gefiel ihm, aber er sollte besser weiterziehen. Vielleicht nach Brisbane oder noch weiter nach Cairns. Außerdem fand er es sicherer, zukünftig die Hotels zu meiden. Anmelden mit dem Reisepass schien ihm ab jetzt gefährlich und die falschen Papiere wollte er lieber sparsam einsetzen. Es war Zeit, sich nach einem bequemen Wohnmobil umzusehen. Er hatte vor, unauffällig zu bleiben und keine Aufmerksamkeit zu erregen. Mehr war im Augenblick nicht machbar. Alles lag jetzt an ihr, - dass sie die Nerven behielt, keine Fehler beging und genauestens seine Anweisungen befolgte.
Auszug aus Kapitel 10
... Fast wäre sie ohne Eis wieder gegangen. Geduldig warten gehörte nicht zu Helgas Stärken. Aber jetzt stand nur noch ein Mann vor ihr. Er orderte zwei Becher mit Erdbeere, Mango, Schoko und Stracciatella. Seine Stimme kam ihr irgendwie bekannt vor, sie wusste nur nicht woher. Etwas irritierte sie. Jetzt sah sie ihn im Profil. Er trug einen großen Buschhut, eine dunkle Sonnenbrille und hatte einen Bart. Nein, sie musste sich getäuscht haben. Den kannte sie wohl doch nicht.
Der Eisverkäufer stellte die Becher auf der Theke ab, der Bartträger griff in die linke Hosentasche, zückte den Geldbeutel und reichte mit der rechten Hand einen Geldschein über die Theke.
Wie elektrisiert starrte Helga auf diese Hand. Die Hand, die damals so oft bei ihr Unterschriften geleistet hatte. Sie kannte diese Hand. Genauer gesagt erkannte sie das charakteristische Mal auf dieser Hand. Ein großes rotbraunes Dreieck. Von der Spitze zwischen Daumen und Zeigefinger zog es sich fast bis zum Handgelenk. Jachnik! Es war seine Stimme. Natürlich! Neben dem veränderten Aussehen hatte sie auch irritiert, dass er Englisch gesprochen hatte. Sie sah ihm nach, wie er zu einem der vorderen Tischchen ging, an dem eine Frau saß. Sie trug einen breitrandigen Strohhut und eine Sonnenbrille. Sollte das am Ende die Brandmüller sein?
Auszug aus Kapitel 11
Auf dem kleinen Campingplatz standen inzwischen zwei weitere Wohnmobile. Ein australischer Van und ein Mobil mit deutschem Kennzeichen. Die verflixten Brombachers! Vermutlich waren sie auf einem der Pfade durch den Wald unterwegs. Er musste die endlich loswerden! Wer weiß wie lange die noch vorhatten, hier in ‚Australien herumzukurven. Warum nicht gleich dafür sorgen, dass sie ihm zukünftig nicht mehr in die Quere kamen? Ohne lange zu zögern, holte er das Bordwerkzeug aus dem Wohnmobil.
Kurz entschlossen setzte er den Radmutterschlüssel an, um am Camper der Brombachers die Muttern des rechten Vorderrads zu lockern. Da tippte ihm jemand auf die Schulter:
»Hey Kumpel, mit dem mickerigen Stängelchen, das du da in der Hand hast, kriegst du die Schrauben nie auf!«
Erschrocken fuhr er herum. Hinter ihm stand ein Australier. Ein wahrer Kleiderschrank von einem Mann. Er hielt ihm ein Radkreuz hin: »Hier, nimm das. So was sollte man immer dabei haben. Besonders auf ungeteerten Straßen hast du schnell mal nen Platten gefahren! Erst recht, wenn ihr dann raus ins Outback fahrt. Ihr seid hier nicht in den dicht besiedelten Städten!«
Augenblicklich hatte sich Hanno wieder gefangen: »Oh, vielen Dank!« Er nahm das Radkreuz und zog die Muttern wieder fest. »Ich werde mir gleich morgen in Cairns eines besorgen!«, erklärte er dem hilfsbereiten Aussie, als er das Werkzeug zurückgab. Dann hatte er es eilig, ging schnellen Schrittes auf sein eigenes Wohnmobil zu und startete den Motor.
Der Mann mit dem Radkreuz sah ihm erstaunt nach. »Was sollte das denn?«, murmelte er. Im nächsten Moment wurde ihm klar, dass er sich das Kennzeichen hätte merken müssen. Dass es eine Queensland-Autonummer war, hatte er aber noch erkennen können.
Wenig später kamen Helga und Jürgen Brombacher gut gelaunt zu ihrem Wohnmobil zurück. Davor hockte ein Australier auf einem Campingstuhl. Er hielt ein Radkreuz in der Hand und empfing sie mit den Worten: »Ihr solltet zuerst alle Radmuttern kontrollieren und dann zur Polizei gehen!«
Während sich Helga und Jürgen schockiert anhörten, was der aufmerksame und hilfsbereite Mann zu berichten hatte, hielt Jachnik auf einem abgelegenen Parkplatz an und tauschte seine Queenland-Nummer gegen ein vorsorglich gestohlenes Kennzeichen aus West Australien.
Auszug aus Kapitel 12
Nach dem letzten Gebäude in der Forest Lane geht es noch 300 Meter auf der ungeteerten Straße in den Busch bis zum Haus, hatte Ian Roberts am Telefon erklärt. Jachnik folgte der holprigen Piste, die vor einem heruntergekommenen Schuppen endete. War diese Hütte das Haus? Er parkte das Wohnmobil neben einem verrosteten Pick-up und sah sich um. In einem eingezäunten Verschlag gackerten ein paar Hühner, ein struppiger, brauner Köter, der daneben angekettet war, ließ ein drohendes Knurren hören.
Mit einem Quietschen öffnete sich die Fliegengittertür des Schuppens.
»Guten Tag, ich bin Hanno. Wir haben vorhin telefoniert.«
»Okay Kumpel, ich bin Ian.« Ian grinste von einem Ohr zum anderen und legte dabei ein paar Zahnlücken und schwarze Stummel frei. Er zog die drei Nummern zu weite Hose, die an ausgeleierten Hosenträgern hing, ein Stück in die Höhe und stopfte das graue Unterhemd, das herauslugte in den Bund zurück. »Komm ins Haus!«, forderte er seinen Besucher auf, während er sich ausgiebig am Bauch kratzte.
Hanno folgte Ian ins Innere des Schuppens, der nicht nur mit einem durchgesessenen Sofa und einem Campingkocher möbliert war, sondern darüber hinaus auch als Werkstatt diente. Und nicht nur das. Selbst das, womit Ian Roberts handelte, bewahrte er hier auf.
»Wie ich sehe, konnten Sie mir das, was ich benötige, besorgen!«
»Aber klar doch Kumpel, sofern Sie das dabei haben, was ich benötige!«, antwortete er und machte eine reibende Bewegung mit Daumen und Zeigefinger.
Hanno zog ein Bündel Scheine aus der Hosentasche, woraufhin Ians Grinsen noch breiter wurde.
Eine Stunde später verstaute Jachnik eine kleine, unscheinbare Holzkiste im Außenstauraum des Campers.
»Denk dran«, mahnte Ian zum Abschied, »fahr nicht unnötig lang damit rum!«
Rezensionen:
Rezension aus Deutschland vom 11. März 2022Fassungslos betrachtet Jörg Brandmüller, Inhaber der Firma BraMüTec, die ihm vorgelegten Unterlagen. Unterschlagungen in innerem Umfang, begingen durch seinen eigenen Prokuristen. Alle Gelder wurden ins Ausland transferiert.
Als Jörg Brandmüller wenig später Herzanfall erliegt, ahnt noch niemand, dass dies erst der Anfang ist, denn der als Todesursache festgelegte Herzanfall ist der erste von einem minutiös vorbereiteten und durchgeführten Mordserie um das Millionenerbe Brandmüllers.
Prokurist Hanno Jachnik plant derweil von Australien aus allen weiteren Schritten, die ihm zu einem reichen und unabhängigen Leben verhelfen sollen. Dass er dazu einen minutiös durchdachten Plan folgt, in dem auch Branmüllers Ehefrau Nadine eine nicht unerhebliche Rolle spielt, wird erst ganz klar.
Währenddessen bereiten sich Helga und Jürgen Brombacher auf ihre für ein Jahr geplante Reise mit dem Wohnmobil durch Australien vor. Noch ahnen sie nicht, dass ihr Anteil an der Aufdeckung der Unterschlagungen Jachniks sie in einen Strudel von Ereignissen ziehen WIRD, bei dem sie oft nur um die Haaresbreite dem eigenen Tod entgehen.
Die Faszination dieses Buches ist dem Wechselspiel von Eiskalt geplantem Verbrechen und der spektakulären Kulisse Australiens geschuldet. So hinterhältig und kaltblütig, so atemberaubend schön auf der anderen Seite. Kurzweiliger kann Lektüre einfach nicht sein.
Rezension aus Deutschland vom 6. Mai 2022Dieses Cover strahlt in seiner Schlichtheit und zeigt die Weite Australiens.
Von der Gestaltung her finde ich es sehr gelungen.
Dies ist der zweite Krimi, den ich von der Autorin lese und ich bin wieder begeistert. Auch hier haben alle einzelnen Protagonisten ihr eigenes Kapitel, sterben sich wie einzelne Stränge zu einem großen Ganzen entwickeln.
Man trifft alte Bekannte wie die Familie Brombacher, die wieder einmal in einem Krimi verstrickt wird, der ihre Australienreise sehr abenteuerlich und überaus spannend gestaltet.
Auch in diesem Krimi nimmt das Schicksal seinen Lauf und jeder bekommt auf tödliche Weise was er verdient, nur die Gier wird leider nicht gestillt.
Sehr spannend sind auch die Zusammenhänge, denn nicht jeder reist freiwillig mit dem Wohnmobil durch Australien.
In sehr angenehmem und spannungsgeladenen Schreibstil hat die Autorin hier aus Wirrwar von Begebenheiten wieder einen tollen und logischen Reisekrimi geschrieben, durch den einem wir sehr viel von der tollen Kulisse erfahren durften.
Auch dieses Buch kann ich nur empfehlen, denn es macht einfach Spaß mit den Brombachers und ihrem Wohnmobil auf eine virtuelle Krimireise zu gehen. Ich freue mich schon auf die nächste dieser Art.
Lesenswert, vor allem für Wohnmobilisten und Australienfans
Rezension aus Deutschland vom 10. Juli 2022Die Grünthaler weiß, wovon sie redet. Die einzelnen Abschnitte der spannenden Reise durch Australien sind persönlich abgefahren, das ist in jedem Kapitel zu merken. Alles in einer turbulenten Krimihandlung mit zahlreichen Leichen gepackt macht Lust auf mehr. Mehr Krimi von der Autorin, aber auch gerne mehr von ihren Reisebeschreibungen, die sich oft genauso spannend lesen, wie ihr fiktionales Erbschaftsspektakel. Super Ferienlektüre, am besten im Wohnmobil, da ja auch elektronisch zu haben. Auf jeden Fall lesenswert.
Rezension aus Deutschland vom 18. Juli 2022Hildegard Grünthaler schafft es immer wieder, ihre Reiseerlebnisse mit Spannung und Krimigefühl zu krönen.
Ihre Protagonisten Helga und Jürgen Brombacher stolpern von einem Verbrechensort in den nächsten, finden Tote und Verletzte und schaffen es trotzdem, entspannt, Urlaub zu machen.
Diesmal ist Australien zu einem der vielen Tatorte mutiert und Helga und Jürgen werden von den Tätern geradezu überrannt. Zufälle und gewollte Kontakte lösen sich ab und Brombachers immer mittendrin.
Ein gut lesbares Krimierlebnis der australischen Kunst, ergänzt durch Reisetipps, fällt man auch einmal dort urlauben möchte.
Das Cover zeigt den heiligen Berg Uluru.




